In dieser Woche stehen vor allem effizientere Datenschutzdurchsetzung, Software-Supply-Chain-Risiken, DORA-Incident-Reporting sowie neue Impulse für AML-, Krypto- und Generative-AI-Governance im Mittelpunkt. Europäische und internationale Behörden konkretisieren ihre Erwartungen an Aufsicht, Meldeprozesse, Kooperationsstrukturen und den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien. Übergreifend wird deutlich: Regulatorische Anforderungen werden weiter operationalisiert und stärker auf belastbare Prozesse, internationale Zusammenarbeit und risikobasierte Governance ausgerichtet.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Datenschutzaufsicht Niedersachsen: Vorschlag zur effizienteren Gestaltung von Bußgeldverfahren
- 2. NCSC UK: Software-Supply-Chain-Angriffe – Abhängigkeiten prüfen
- 3. ESAs: Erster Bericht zu DORA-Meldungen über große ICT-bezogene Vorfälle
- 4. BfDI: Symposium zur Informationsfreiheit und Forderung nach Weiterentwicklung des Informationsfreiheitsrechts
- 5. AMLA: Konsultation zu Draft Guidelines für das laufende Monitoring von Geschäftsbeziehungen
- 6. EBA / NYDFS: Memorandum of Understanding zur Aufsicht über internationale Stablecoin-Aktivitäten
- 7. PDPC Singapur: Konsultation zu Advisory Guidelines für die Nutzung personenbezogener Daten in Generative AI
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1. Datenschutzaufsicht Niedersachsen: Vorschlag zur effizienteren Gestaltung von Bußgeldverfahren
Anwendbar für: Datenschutz, Compliance, Verfahrensrecht, öffentliche Verwaltung, Justizschnittstellen
Relevante Maßnahmen:
- Bußgeld- und Einspruchsprozesse auf mögliche verfahrensrechtliche Änderungen vorbereiten.
- Dokumentations- und Verfahrensqualität in Datenschutzverfahren weiter stärken.
- Auswirkungen einer stärkeren Stellung der Aufsicht im gerichtlichen Verfahren frühzeitig einordnen.
2. NCSC UK: Software-Supply-Chain-Angriffe – Abhängigkeiten prüfen
Anwendbar für: Informationssicherheit, Softwareentwicklung, Third-Party-Risk, DevSecOps, Cyber Governance
Relevante Maßnahmen:
- Abhängigkeiten in Open-Source- und Software-Lieferketten systematischer erfassen und überwachen.
- Prozesse zur Prüfung kompromittierter Pakete und zur Eindämmung von Supply-Chain-Vorfällen nachschärfen.
- Sicherheitskontrollen für Paketquellen, Build-Prozesse und Abhängigkeitsmanagement verstärken.
3. ESAs: Erster Bericht zu DORA-Meldungen über große ICT-bezogene Vorfälle
Anwendbar für: Finanzinstitute, DORA-Compliance, ICT-Risikomanagement, Meldewesen, Resilienzverantwortliche
Relevante Maßnahmen:
- Incident-Reporting-Prozesse an grenzüberschreitende und vernetzte ICT-Risiken anpassen.
- Erkenntnisse aus DORA-Meldungen in Präventions-, Eskalations- und Resilienzprogramme überführen.
- Klassifikation und Dokumentation großer ICT-bezogener Vorfälle weiter harmonisieren.
4. BfDI: Symposium zur Informationsfreiheit und Forderung nach Weiterentwicklung des Informationsfreiheitsrechts
Anwendbar für: Informationsfreiheit, öffentliche Stellen, Datenschutz, Public Affairs, Compliance
Relevante Maßnahmen:
- Entwicklungen im Informationsfreiheitsrecht enger in Governance- und Transparenzprozesse einordnen.
- Zugangs-, Auskunfts- und Verfahrensprozesse auf Reformbedarf überprüfen.
- Schnittstellen zwischen Informationsfreiheit, Verwaltungspraxis und Datenschutz klarer ausgestalten.
5. AMLA: Konsultation zu Draft Guidelines für das laufende Monitoring von Geschäftsbeziehungen
Anwendbar für: AML-Compliance, Finanzinstitute, verpflichtete Unternehmen, Monitoring, Financial Crime
Relevante Maßnahmen:
- Laufendes Monitoring von Geschäftsbeziehungen und Transaktionen methodisch überprüfen.
- Governance, Dokumentation und Schulung für risikobasiertes Ongoing Monitoring nachschärfen.
- Einsatz fortgeschrittener Analyseinstrumente mit angemessener menschlicher Aufsicht absichern.
6. EBA / NYDFS: Memorandum of Understanding zur Aufsicht über internationale Stablecoin-Aktivitäten
Anwendbar für: Krypto-Compliance, Stablecoins, internationale Aufsicht, MiCA, Regulatory Affairs
Relevante Maßnahmen:
- Grenzüberschreitende Stablecoin-Aktivitäten stärker unter Aufsichts- und Kooperationsgesichtspunkten bewerten.
- Relevanz ausländischer Aufsichtsbeziehungen für MiCA-bezogene Governance prüfen.
- Informationsaustausch und Dokumentation bei internationalem Stablecoin-Bezug enger strukturieren.
7. PDPC Singapur: Konsultation zu Advisory Guidelines für die Nutzung personenbezogener Daten in Generative AI
Anwendbar für: Datenschutz, Generative AI, KI-Governance, Data Governance, Compliance
Relevante Maßnahmen:
- Verwendungen personenbezogener Daten in Generative-AI-Kontexten systematisch erfassen und bewerten.
- Datenschutzanforderungen bei Entwicklung, Einsatz und Betrieb generativer KI klarer abbilden.
- Interne Richtlinien zu Transparenz, Zweckbindung und zulässiger Datennutzung weiter konkretisieren.
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