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Riscreen Compliance-Newsletter – Ausgabe KW 23/2026

In dieser Woche stehen vor allem effizientere Datenschutzdurchsetzung, Software-Supply-Chain-Risiken, DORA-Incident-Reporting sowie neue Impulse für AML-, Krypto- und Generative-AI-Governance im Mittelpunkt. Europäische und internationale Behörden konkretisieren ihre Erwartungen an Aufsicht, Meldeprozesse, Kooperationsstrukturen und den verantwortungsvollen Einsatz neuer Technologien. Übergreifend wird deutlich: Regulatorische Anforderungen werden weiter operationalisiert und stärker auf belastbare Prozesse, internationale Zusammenarbeit und risikobasierte Governance ausgerichtet. 

Inhaltsverzeichnis

1. Datenschutzaufsicht Niedersachsen: Vorschlag zur effizienteren Gestaltung von Bußgeldverfahren 

Anwendbar für: Datenschutz, Compliance, Verfahrensrecht, öffentliche Verwaltung, Justizschnittstellen 

Relevante Maßnahmen: 

  • Bußgeld- und Einspruchsprozesse auf mögliche verfahrensrechtliche Änderungen vorbereiten.  
  • Dokumentations- und Verfahrensqualität in Datenschutzverfahren weiter stärken.  
  • Auswirkungen einer stärkeren Stellung der Aufsicht im gerichtlichen Verfahren frühzeitig einordnen.  

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2. NCSC UK: Software-Supply-Chain-Angriffe – Abhängigkeiten prüfen 

Anwendbar für: Informationssicherheit, Softwareentwicklung, Third-Party-Risk, DevSecOps, Cyber Governance 

Relevante Maßnahmen: 

  • Abhängigkeiten in Open-Source- und Software-Lieferketten systematischer erfassen und überwachen.  
  • Prozesse zur Prüfung kompromittierter Pakete und zur Eindämmung von Supply-Chain-Vorfällen nachschärfen.  
  • Sicherheitskontrollen für Paketquellen, Build-Prozesse und Abhängigkeitsmanagement verstärken.  

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3. ESAs: Erster Bericht zu DORA-Meldungen über große ICT-bezogene Vorfälle 

Anwendbar für: Finanzinstitute, DORA-Compliance, ICT-Risikomanagement, Meldewesen, Resilienzverantwortliche 

Relevante Maßnahmen: 

  • Incident-Reporting-Prozesse an grenzüberschreitende und vernetzte ICT-Risiken anpassen.  
  • Erkenntnisse aus DORA-Meldungen in Präventions-, Eskalations- und Resilienzprogramme überführen.  
  • Klassifikation und Dokumentation großer ICT-bezogener Vorfälle weiter harmonisieren.  

Quelle

4. BfDI: Symposium zur Informationsfreiheit und Forderung nach Weiterentwicklung des Informationsfreiheitsrechts 

Anwendbar für: Informationsfreiheit, öffentliche Stellen, Datenschutz, Public Affairs, Compliance 

Relevante Maßnahmen: 

  • Entwicklungen im Informationsfreiheitsrecht enger in Governance- und Transparenzprozesse einordnen.  
  • Zugangs-, Auskunfts- und Verfahrensprozesse auf Reformbedarf überprüfen.  
  • Schnittstellen zwischen Informationsfreiheit, Verwaltungspraxis und Datenschutz klarer ausgestalten.  

Quelle
 

5. AMLA: Konsultation zu Draft Guidelines für das laufende Monitoring von Geschäftsbeziehungen 

Anwendbar für: AML-Compliance, Finanzinstitute, verpflichtete Unternehmen, Monitoring, Financial Crime 

Relevante Maßnahmen: 

  • Laufendes Monitoring von Geschäftsbeziehungen und Transaktionen methodisch überprüfen.  
  • Governance, Dokumentation und Schulung für risikobasiertes Ongoing Monitoring nachschärfen.  
  • Einsatz fortgeschrittener Analyseinstrumente mit angemessener menschlicher Aufsicht absichern.  

Quelle

6. EBA / NYDFS: Memorandum of Understanding zur Aufsicht über internationale Stablecoin-Aktivitäten 

Anwendbar für: Krypto-Compliance, Stablecoins, internationale Aufsicht, MiCA, Regulatory Affairs 

Relevante Maßnahmen: 

  • Grenzüberschreitende Stablecoin-Aktivitäten stärker unter Aufsichts- und Kooperationsgesichtspunkten bewerten.  
  • Relevanz ausländischer Aufsichtsbeziehungen für MiCA-bezogene Governance prüfen.  
  • Informationsaustausch und Dokumentation bei internationalem Stablecoin-Bezug enger strukturieren.  

Quelle
 

7. PDPC Singapur: Konsultation zu Advisory Guidelines für die Nutzung personenbezogener Daten in Generative AI 

Anwendbar für: Datenschutz, Generative AI, KI-Governance, Data Governance, Compliance 

Relevante Maßnahmen: 

  • Verwendungen personenbezogener Daten in Generative-AI-Kontexten systematisch erfassen und bewerten.  
  • Datenschutzanforderungen bei Entwicklung, Einsatz und Betrieb generativer KI klarer abbilden.  
  • Interne Richtlinien zu Transparenz, Zweckbindung und zulässiger Datennutzung weiter konkretisieren.  

Quelle

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