Diese Woche prägen wichtige Entwicklungen im europäischen Datenschutz: Der EU-Rat beschleunigt grenzüberschreitende Datenschutzbeschwerden, der HBDI bestätigt die datenschutzkonforme Nutzbarkeit von Microsoft 365, und die EU-Kommission stellt den Vorschlag der Digital Omnibus Regulation vor.
Im Bereich Compliance & Finanzaufsicht stehen unter anderem die Konkretisierung und operative Umsetzung des Meldewesens nach DORA durch die BaFin, die Benennung kritischer ICT-Dienstleister der ESAs, BaFin-FAQ zu Drittstaatenzweigstellen sowie ESMA-Maßnahmen zur Depositary-Supervision im Fokus.
Inhaltsverzeichnis
- 1. EU-Rat: Gesetz zur Beschleunigung grenzüberschreitender Datenschutzbeschwerden
- 2. HBDI: Microsoft 365 kann datenschutzkonform genutzt werden
- 3. EU-Kommission: Vorschlag der Digital Omnibus Regulation
- 4. BaFin: Konkretisierung des DORA-Meldewesens zu IKT-Vorfällen
- 5. ESMA: Benennung „Critical ICT Third-Party Providers“ unter DORA
- 6. BaFin: Neue FAQ zu Drittstaatenzweigstellen
- 7. ESMA: Maßnahmen zur Verbesserung der Depositary-Supervision
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1. EU-Rat: Gesetz zur Beschleunigung grenzüberschreitender Datenschutzbeschwerden
Anwendbar für: Datenschutzbeauftragte, Legal, Compliance
Relevante Maßnahmen:
- Interne Reaktions- und Eskalationsprozesse an verkürzte Verfahren anpassen.
- Konsistente, EU-weit abgestimmte Dokumentation grenzüberschreitender Verarbeitungen sicherstellen.
- DSFA- und Risikoanalysen für EU-weite Tätigkeiten aktualisieren.
2. HBDI: Microsoft 365 kann datenschutzkonform genutzt werden
Anwendbar für: Datenschutz, IT-Governance, Compliance, IT-Security
Relevante Maßnahmen:
- Konfigurationen (Verschlüsselung, Logging, Rollen) mit HBDI-Vorgaben abgleichen.
- Geeignete Transfer- und Absicherungsmechanismen dokumentieren.
- TOMs und interne Richtlinien zur M365-Nutzung aktualisieren.
3. EU-Kommission: Vorschlag der Digital Omnibus Regulation
Anwendbar für: Datenschutz, Compliance, Legal, Produktentwicklung, IT-Governance
Relevante Maßnahmen:
- Neue Regeln für digitale Dienste, Plattformen und KI-Bezugspunkte analysieren.
- Schnittstellen zu DSA, DMA, AI Act und GDPR identifizieren und bewerten.
- Interne Richtlinien zu Nutzerrechten, Transparenz und Interoperabilität anpassen.
4. BaFin: Konkretisierung des DORA-Meldewesens zu IKT-Vorfällen
Anwendbar für: IT-Sicherheit, IKT-Risikomanagement, Compliance
Relevante Maßnahmen:
- IKT-Vorfälle gemäß DORA-Schwellen und Schweregraden klassifizieren.
- Incident-Response-, BCM- und SOC-Prozesse an Meldepflichten ausrichten.
- Meldewege und Fristen testbar implementieren.
5. ESMA: Benennung „Critical ICT Third-Party Providers“ unter DORA
Anwendbar für: Auslagerungsmanagement, IKT-Risikomanagement, Compliance, IT-Security
Relevante Maßnahmen:
- Nutzung kritischer ICT-Anbieter identifizieren und bewerten.
- Verträge, Kontrollrechte und Risikoanalysen entsprechend anpassen.
- Überwachungs- und Auditprozesse nach DORA schärfen.
6. BaFin: Neue FAQ zu Drittstaatenzweigstellen
Anwendbar für: Geschäftsleitung, Rechtsabteilung, Marktfolge, Meldewesen, Strategie
Relevante Maßnahmen:
- Voraussetzungen für Markteintritt von Drittstaatenzweigstellen prüfen.
- Anforderungen zu Kapital, Governance und Organisation dokumentieren.
- Strategische Geschäftsmodelle an die neuen Vorgaben anpassen.
7. ESMA: Maßnahmen zur Verbesserung der Depositary-Supervision
Anwendbar für: Verwahrstellen, Fondsadministration, Compliance, Risikomanagement
Relevante Maßnahmen:
- Oversight- und Due-Diligence-Prozesse überprüfen und stärken.
- Anforderungen an Cash Monitoring, Safekeeping und Asset Segregation verschärfen.
- Dokumentation von Kontroll- und Aufsichtshandlungen vereinheitlichen.
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